Viktoria Schmid beim Energiekongress
„Die Energiewende setzt einen massiven Ausbau der regenerativen Energien, Netze und Speicherkapazitäten voraus“. Es ist ohne Frage eine Herkulesaufgabe, der wir uns gemeinsam stellen wollen. Wir müssen neue Wege in der Energiepolitik gehen
„Es ist ohne Frage eine Herkulesaufgabe, der wir uns gemeinsam stellen wollen. Wir müssen neue Wege in der Energiepolitik gehen. Baden-Württemberg ist eine der leistungsstärksten und wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen Europas“, sagten der Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk MdL im Rahmen des Energiekongress der CDU-Landtagsfraktion.
Der Kongress fand unter anderem unter der Teilnahme des Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Dr. Norbert Röttgen MdB, statt. Ohne Netze kann Energieversorgung nicht zuverlässig sein Aus diesem Grund sei eine, wie bislang zuverlässige und wettbewerbsfähige Energieversorgung für die Unternehmen des Landes von zentraler Bedeutung. Baden-Württemberg habe bisher über 50 Prozent seines Stromes aus der Kernkraft gewonnen und werde durch die Energiewende daher vor große Herausforderungen gestellt.
„Die CDU-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg setzt auf den Dreiklang aus Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Klimaschutz. Diesen Dreiklang gilt es jetzt ohne die Stromerzeugung aus Kernkraft zu verstetigen“, erläuterte Paul Nemeth, Energiepolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Die ambitionierten Ziele könnten nur dann erreicht werden, wenn die anstehenden Herausforderungen, etwa beim Ausbau der Stromnetze und der Schaffung neuer Speichermöglichkeiten bewältigt werden. Durch die Stilllegung der Kernkraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg I müsse der Anteil der Stromimporte bereits deutlich erhöht werden. Gerade als Industriestandort sei Baden-Württemberg auf eine Energieproduktion angewiesen, die einen möglichst hohen Anteil des Bedarfs selbst decken könne und nicht gezwungen werden dürfe, Atomstrom aus dem Ausland in großem Umfang zuzukaufen. „Es kann nicht sein, dass wir auf Dauer unseren Energiebedarf nur dann decken können, wenn wir Energie aus dem Ausland beziehen und dafür auch noch teuer bezahlen müssen“, so Nemeth.
Pumpspeicher im Land sind unerlässlich
Um dem hohen Bedarf an Energie allerdings gerecht zu werden, reiche es aber nicht aus, nur die Energiegewinnung aus erneuerbaren Ressourcen zu erhöhen. Eine massive Verbesserung der Netze und der Ausbau der Speichermöglichkeiten seien mindestens genauso zwingend. „Die derzeitige Praxis, aus erneuerbaren Energien gewonnenen Strom ins Ausland abgeben zu müssen, etwa nach Österreich, nur weil der Strom in Deutschland nicht speicherbar ist, und dafür auch noch zahlen zu müssen, ist dem Verbraucher kaum zu vermitteln“, betonte Hauk. „Um einen neuen Weg in der Energiepolitik erfolgreich und nachhaltig gehen zu können, ist der schnelle Ausbau von Speichermöglichkeiten ein zentrales Ziel. Eines der vornehmlichsten Projekte in diesem Zusammenhang ist der Bau des Pumpspeicherkraftwerks in Atdorf. Die CDU-Fraktion in Baden-Württemberg wird sich daher dafür einsetzen, dass in Atdorf das Pumpspeicherkraftwerk entstehen kann und auch die Bevölkerung vor Ort das Projekt als einen wichtigen Beitrag der Energiewende und eine Investition in die Zukunft begreift“, so Nemeth.
Wir fordern von der Regierung ein klares Konzept und bieten eine Lösung Die Umsetzung der Energiewende stelle nicht nur Problemstellungen, die die Politik lösen muss. Der Umbau unserer Energieversorgung muss zwar schnell, aber mit Augenmaß erfolgen. Ein stetiger Dialog zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft aber auch der Bevölkerung ist notwendig, um die Herausforderungen gemeinsam meistern zu können. Die CDU-Fraktion will sich dieser Aufgabe annehmen. „Es gibt noch viele offene Fragen, noch viel zu tun“, erklärten Hauk und Nemeth.
Die Ergebnisse des Kongresses fließen in das Energiekonzept der CDU-Landtagsfraktion ein, das Ende des Jahres fertig gestellt werden soll.




