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[27.06.2012]

Grün-Rot gefährdet den Erfolg der beruflichen Schulen

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Karl-Wilhelm Röhm MdL und die Sprecherin für die berufliche Bildung Viktoria Schmid MdL: „Grün-rote Landesregierung gefährdet mit ihrer unzureichenden Lehrereinstellung den Erfolg der Gymnasien und der beruflichen Schulen“

„Die grün-rote Landesregierung riskiert mit ihrer unzulänglichen Einstellungspolitik erhebliche Unterrichtsausfälle im kommenden Schuljahr 2012/13 vor allem an den beruflichen Schulen. Nach rund 500 Tagen in Regierungsverantwortung sind die im Koalitionsvertrag getroffenen Vereinbarungen zur Unterrichtsversorgung nur noch Schall und Rauch. Bei der Lehrereinstellung bleibt GRÜN/Rot leider weit hinter den Erwartungen zurück. Mit einer derartigen Lehrereinstellung gefährdet die grün-rote Landesregierung den Erfolg der Gymnasien und der beruflichen Schulen“, sagten der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Wilhelm Röhm MdL, und die Sprecherin für die berufliche Bildung, Viktoria Schmid MdL, in der Beratung des Landtags am Mittwoch (27. Juni) in Stuttgart. „Zunächst hatte die Landesregierung den landesweit rund 360 Gymnasien und 300 beruflichen Schulen zusammen gerade einmal etwas über 200 Stellen zur direkten Ausschreibung zugewiesen. Erst nach der Befassung des Landtags am 23. Mai war das Kultusministerium bereit seine restriktive Einstellungspolitik gegenüber den beiden Schularten etwas aufzuweichen. Für die rund 2.800 Bewerber auf ein Lehramt am Gymnasium stehen aber nur etwas mehr als 650 Stellen bereit. Das bedeutet, dass etwa dreiviertel der Bewerber auf der Straße bleiben! Gut ausgebildete Lehrkräfte müssen in andere Bundesländer abwandern. Dabei weiß man schon heute, dass uns in naher Zukunft diese hochqualifizierten Fachkräfte fehlen werden. Von den eingestellten Gymnasiallehrern bekommt aber nur knapp die Hälfte auch eine Anstellung am Gymnasium – die andere Hälfte muss sich in anderen Schularten wie der Gesamtschule verdingen“, so Röhm. „Noch im Koalitionsvertrag verspricht GRÜN/Rot die Einstellung zusätzlicher Lehrkräfte für die beruflichen Schulen, damit künftig kein Unterricht mehr ausfalle und das Defizit abgebaut werden könne. Nach Berechnungen des Berufsschullehrerverbands wären dazu über 1.000 Einstellung nötig – tatsächlich erhalten die beruflichen Schulen aber nur etwas über 600 Stellen. So riskiert die Landesregierung den Unterrichtsausfall an den Berufsschulen und in der Folge eine schlechtere Berufsausbildung der künftigen Fachkräfte im Land. Der Rettungsversuch des Kultusministeriums die Standorte neu auszurichten ist völlig fehl am Platz: Eine solche Entwicklung kann nicht ‚von oben‘ verordnet werden – sie muss mit den Beteiligten vor Ort vereinbart werden. Berufliche Schulen sind ein wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor, der nicht für scheinbare Einspareffekte riskiert werden darf. Das Kultusministerium muss so viele Lehrer einstellen, dass überall der Unterricht stattfinden kann“, forderte Schmid.


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