Bundesparteitag in Leizig
Klares Bekenntnis zum differenzierten Bildungswesen – Viktoria Schmid zu den Ergebnissen des Bundesparteitages: „Ein Beschluss für ein „zweizügiges Bildungswesen“ wurde nicht getroffen.
„Die Hauptschule, Werkrealschule, Realschule und das Gymnasium können auch künftig als eigenständige Schularten erhalten bleiben. Ein Beschluss für ein „zweizügiges Bildungswesen“ wurde nicht getroffen, “ bilanziert die Bildungspolitikerin und Landtagsabgeordnete aus dem Enzkreis, Viktoria Schmid, die Bildungsbeschlüsse des CDU-Bundesparteitages in Leipzig.
„Die Bildungsgänge und Bildungsabschlüsse der Hauptschule und der Realschule bleiben weiterhin erhalten. Dort, wo es gut funktionierende Hauptschulen gibt, können diese bestehen bleiben." Nach intensiver Diskussion an der Parteibasis wurde der Antrag "Bildungsrepublik Deutschland" mit großer Mehrheit von den Delegierten angenommen. „Die CDU Baden-Württemberg konnte sich dabei mit inhaltlichen Änderungen im Vorfeld sowie auf dem Parteitag durchsetzen“, betont die Landtagsabgeordnete Viktoria Schmid.
Die direkt gewählte Abgeordnete aus dem Enzkreis machte klar, dass entgegen Medieninformationen, die Schulform „Oberschule“ lediglich als eine mögliche Schulform beschlossen wurde. Sie beinhalte jedoch weiterhin die beiden Bildungsgänge Hauptschule und Realschule mit deren jeweiligen Abschlüssen. Der Begriff „Oberschule“ werde zudem nur exemplarisch verwendet und sei noch völlig offen. „Eine Alternative zur Oberschule bleibt die Werkrealschule. Sie eröffnet allen Schülerinnen und Schülern den Weg zur Mittleren Reife.“ Auch stehe die CDU einer weiteren Alternative – den sogenannten Schulverbünden, die als jeweils eigenständige Bildungsgänge die Hauptschule und Realschule unter ihrem Dach vereinen – offen gegenüber. „Diese sind bei uns heute schon längst möglich“, erklärt Viktoria Schmid.
Zukünftig solle die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Bildungsgängen weiter erhöht werden. Entgegen der ursprünglichen Pläne werde es auf Bundeseben auch keinen Bildungsrat geben. „Dagegen hatten wir uns als Baden-Württemberger ausgesprochen, da wir eine Einmischung des Bundes in ein originäres Landesthema befürchten“, erklärte Viktoria Schmid MdL abschließend.
