Bildung
Gute Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft. Gleiche Bildungschancen sind die Voraussetzung für gleiche Lebenschancen. Nur mit gut ausgebildeten Menschen können wir Baden-Württemberg und den Enzkreis als soliden Wirtschaftsstandort erhalten. Und nur wer gut ausgebildet ist, wird in der Zukunft die Chance haben, auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen, sich selbst zu verwirklichen und seinen Beitrag für unsere Gesellschaft zu leisten.
Für mich als Bildungspolitikerin liegt es deshalb auf der Hand, dass Bildungspolitik oberste Priorität haben muss. Wir brauchen ein Schulsystem, das unsere Schüler fit macht für den härter werdenden Wettbewerb auf einem internationalen Arbeitsmarkt. Und wir müssen dafür sorgen, dass unsere Schulabgänger so weit sind, dass sie eine Berufsausbildung beginnen können. Ich denke aber auch, dass Bildung nicht erst in der Schule beginnt. Wenn wir gleiche Startchancen für alle haben wollen, dann müssen wir früher ansetzen: schon im Kindergarten.
Haupt- und Realschulen im Blick behalten
Wenn wir über Bildungspolitik sprechen, dann geht es sehr oft um die Gymnasien, um Studiendauer und internationalen Wettbewerb der Hochschulen. Die Wirtschaftsunternehmen unserer Region brauchen hervorragende Ingenieure und Betriebswirte, das ist richtig. Aber wir dürfen auch nicht den Bedarf an qualifizierten Facharbeitern aus den Augen verlieren. Nicht für jeden Jugendlichen ist der vielfach theorielastige Unterricht am Gymnasium das Richtige. Die Haupt- und Realschulen in unserem Land bieten den Schülerinnen und Schülern ein äußerst attraktives anschauliches und handlungsorientiertes Lernangebot.
Für mich steht fest: Ein gegliedertes Schulsystem bietet die beste Möglichkeit, unsere Kinder individuell auf die Zukunft vorzubereiten.
Ganztagesbetreuung ausbauen
Wenn ich meine Kinder frage, ob sie lieber zu Hause oder in der Schule sind, ist die Antwort natürlich eindeutig. Sie haben wenig Verständnis dafür, dass ich die Angebote für Ganztagesbetreuung an unseren Schulen stärken und ausbauen möchte. Trotzdem bin ich überzeugt, dass dies der richtige Weg ist - nicht flächendeckend, aber überall dort, wo es gebraucht wird.
Ganztagesangebote, das heißt für mich nicht, Kinder von morgens bis abends zu beschulen. Ein gutes Angebot fördert die musische Begabung der Kinder, das soziale Engagement und stärkt ihre Sozialkompetenz. Deswegen ist es richtig, hier auch weiter auf die Kooperation mit örtlichen Vereinen zu setzen, die unsere Schulen bei dieser Aufgabe hervorragend unterstützen.
Ganztagesangebote helfen unseren Kindern. Aber sie sind auch gut für die Eltern. Man kann es gut finden oder nicht. Gesellschaftliche Realität ist aber, dass heute oft ein Einkommen nicht mehr ausreicht, um die Familie zu ernähren. Beide Elternteile müssen hier ihren Beitrag leisten und sind deshalb darauf angewiesen, dass die Kinder tagsüber optimal betreut sind. Auch dass die Zahl der Alleinerziehenden in den Enzkreisgemeinden beständig zunimmt, ist gesellschaftliche Realität, der wir Rechnung tragen müssen.



